Pestizidfreier Pflanzenbau ohne Ertragseinbusen

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cornelius

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Honigbär

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Re: Pestizidfreier Pflanzenbau ohne Ertragseinbusen

from cornelius on 01/12/2013 08:07 PM

In einem als " Imkerforum " betitelten Forum des Deutschen Bauernverbandes, sagt und fragt ein User:

....Du hast nicht den Hauch von Ahnung wie komplex die Landwirtschaft heute geworden ist! Es ist ein Kostendruck an allen Enden zu spüren. Meinst Du ich/alle anderen Landwirte gebe(n) freiwillig sehr hohe Summen an PSM aus, wenn es auch ohne ginge?...

Diese zwei Sätze machen mich fassungslos. Aus wissenschaftlicher Forschung und meiner Erfahrung kann ich immer wieder betonen, dass es völlig ohne Pestizide in der Landwirtschaft und erst Recht in der übrigen Umwelt geht. Ohne Bio sein zu wollen und absolut ohne Ertragseinbußen z- B. für die Landwirte!

Siehe dazu diesen: Link 

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cornelius

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Honigbär

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Re: Pestizidfreier Pflanzenbau ohne Ertragseinbusen

from cornelius on 12/29/2012 07:35 PM

...Für alle diese Viren gilt, dass mit dem ansteigenden Varroabefall nicht nur die Zahl der mit Viren infizierten, sondern auch die der missgebildeten Bienen zunimmt.

Die verkrüppelten Bienen werden nicht durch irgendeinen Virus erzeugt, sondern die Varroamilbe sticht die Bienenmade in der Zelle zwecks Futteraufnahnahme an. An diesen Einstichstellen sind dann die verkrüppellungen der adulten Bienen zu sehen.
Die Varroamilben welche auf den Bienen zu sehen sind, machen einen Reifeproizess ohne Futteraufnahme durch!!
 
Irgendwelche Viren als Schuldige an den Verkrüppelungen scheiden aus. Denn immer wenn die " Wissenschaftler "  nicht weiter wissen oder die Wahrheit nicht verlautbaren wollen / können, sind irgendwelche Viren schuld.
 
Diese Weisheit stammt nicht von mir, sondern von dem emeritierten Universiträtsprofessor Dr. med. Roland Scholz, Professor für Biochemie, Universität München.

 Viele Imkerfuktionäre,   " Bienenwissenschaftler "  und erst Recht die Pflanzenschutz(gift)mittelhersteller nehmen diese Version der Virentheorie begeistert auf und verlautbaren dann diesen Unsinn in den Medien.

Mit dieser kleinen Einschränkung stimme ich ansonsten dem Tenor des Beitrages von Manne voll zu. 

Reply Edited on 12/29/2012 07:44 PM.

Manne

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Re: Pestizidfreier Pflanzenbau ohne Ertragseinbusen

from Manne on 12/29/2012 06:43 PM

Die Ausgabe 1/2013 der ADIZ enthält auf der mit 10-01-03 gekennzeichneten Seite u.a. folgende Feststellungen von Dr. Ritter unter der Überschrift "Missgebildete Bienen":

Bei einem hohen Varroabefall kommt es verstärkt zu missgebildeten Bienen mit veränderten Flügeln und zu Brut mit Symptomen...

...Für alle diese Viren gilt, dass mit dem ansteigenden Varroabefall nicht nur die Zahl der mit Viren infizierten, sondern auch die der missgebildeten Bienen zunimmt. Man kann diese nur verhindern, indem man Varroa-Befall während des gesamten Jahres niedrig hält. Wird zu spät behandelt, so werden die meisten Milben zwar abgetötet, aber der Virusbefall der Bienen bleibt bestehen und das Volk wird weiter geschädigt...

Gegen diese Feststellungen ist nichts einzuwenden; sie sind jedoch nicht die ganze Wahrheit. 
Mir ist es nicht bekannt, dass ein Wissenschaftler jemals die Frage gestellt hätte, warum gut 20 (zwanzig) Jahre lang die Bienen mit allen diesen Viren und mit einer weit höhreren Milbenlast als heute klaglos auskamen, ohne die jetzt erkennbare Virulenz. Nicht nur an dieser Stelle ist die Wissenschaft für mich unakzeptabel und nicht das Geld wert, welches sie kostet...
  

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be-cool-man

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Re: Pestizidfreier Pflanzenbau ohne Ertragseinbusen

from be-cool-man on 12/29/2012 12:08 PM

Hallo Bienenwabe,

ich baue für den Eigenverbrauch Gemüse an. Ich benutze keinen Chemie und verwende nur was in der Natur wächst, also z.B. Brennesseljauche. Ich habe jedoch gelesen, dass nicht jedes Gemüse Kalk verträgt. Die Leguminosen lieben es, jedoch sollte Kartoffel keinen frischen Dünger mit Kalk erhalten, erst wenn er schon eine Weile im Boden ist.
Kannst du mir das Verfahren genauer erklären.

Danke und Grüße
   

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Bienenwabe

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Pestizidfreier Pflanzenbau ohne Ertragseinbusen

from Bienenwabe on 12/28/2012 11:11 AM

Vielen engagierten Versorgern und Selbstversorgern fehlen beim biologischen Wirtschaften die Mittel um Pflanzenkrankheiten wirksam zu verhindern. Das bedeutet unnötige Ertragseinbusen.

Dabei ist es relativ einfach zu verstehen, warum es zu Krankheiten kommt, und wie man dagegen vorgeht. Ursachen sind Umwelteinflüsse, Mangelernährung (Mineralien, Wasser, Licht) und infektiöse Erreger.

Gehen wir davon aus, dass die Pflanzen ausreichend ernährt wurden, bleiben die Erreger. 

Der Vorteil der Pflanze ist, dass sie stehen bleibt. Die Erreger müssen also erst zur Pflanze gelangen, um sie danach zu einem günstigen Zeitpunkt zu infizieren.

Ab hier wird es sehr einfach, wenn wir die Oberfläche der Pflanze mineralisch desinfizieren, bevor dieser Zeitpunkt eintritt. Dieses pflanzenbauliche Verfahren vermeidet teuren Pflanzenschutz, ob biologisch oder chemisch, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen, denn die mineralische Blattdesinfektion wird durch einen essentiellen Dünger bewirkt, Kalk.

Kalk gibt es auf unserer Erde in Hülle und Fülle. Man nehme reinen Kalk und überlasse ihn dem Feuer. Löst man dieses Produkt in Wasser auf und übergießt damit die Pflanzenoberflächen, fügt man der Pflanze wichtige Nährstoffe zu, ohne ihr zu schaden und tötet gleichsam sämtliche pathogene Erreger ab.

Pilze, Bakterien und Schadinsektengelege vertragen im Gegensatz zur Kutikula der Pflanzen keinen pH-Wert von über 12. Sobald die Lösung eintrocknet, karbonatisiert der Branntkalk mit Co2 aus der Luft wieder zu gewöhnlichem Kalk und dient zur Blattdüngung und zum Ausgleich des Boden-pH, ergo wiederum positiv, da jeder Boden aufgrund des sauren Regens notorisch versauert.

Um ohne Ertragsverluste giftfreie Lebensmittel zu erzeugen, benötigt man also keine Wundermittel, sondern lediglich eine unter schlauen Aspekten durchgeführte Blattdüngung mit der günstigen Nebenwirkung der Blattdesinfektion.

Die Wirksamkeit dieses Verfahrens wird von uns regelmäßig geprüft, wodurch wir lernen, in welcher Art und Weise, bzw. mit welcher Technik man die besten Ergebnisse erzielt. Dieses Wissen geben wir gerne weiter, um Versorgern und Selbstversorgern erfolgreichen Pflanzenbau zu ermöglichen.

 

Viele Grüße

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